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Stadtkaiser

13.09.2014

Schützenverein 1823 Pelkum e.V.
Bürgerhalle Pelkum

Rolf Schmieder mit dem 271 Schuss
Kirchspiel Märkischer Schützenverein 1827 e.V.

Insignien:

Apfel (15.) Thomas Averdung (Heessen 1835)
Zepter (21.) Marvin Brinckheger (Hamm-Süden)
Krone (26.) Martin Sudhoff (Nordenfeldmark 1839)

 

Rolf Schmieder ist Stadt-Kaiser

Ex-König der Mark regiert die Hammer Vereine / 2000 Aktive beim Umzug

Die Hammer Schützen haben einen neuen Kaiser: Rolf Schmieder vom Kirchspiel Märkischer Schützenverein holte sich am Samstag mit dem 271. Schuss den Titel und ist für fünf Jahre das Oberhaupt von mehr als 30 Vereinen. Zuvor fand in Pelkum ein spannendes Finale statt, bei dem neben zahlreichen Königen auch einige Königinnen versuchten, ihren Titel nochmals zu krönen. Der Höhepunkt für die Bürger war aber der Festumzug mit 31 Vereinen, 16 Spielmannszügen und Kapellen, der insgesamt rund 2 000 Personen umfasste.

"Ich bin mit dem festen Vorsatz, Kaiser zu werden, angetreten", sagte der 48-jährige Schmieder, der als Schlosser

arbeitet, überglücklich. Seine Ehefrau und Kaiserin Petra Gorschlüter war zunächst skeptisch: "Als er zum Königsschuss ging, glaubte ich noch nicht, dass der Vogel fällt." Doch abends zeigte Schmieder seinen erfolgreichen Glücksbringer: Den Königsorden seines Großvaters, der 1911 die Mark regierte. "Das war einfach ein super Fest", zog der Vorsitzende des Stadtverbandes der Hammer Schützenvereine, Thomas Jägermann,

gestern Bilanz. Nicht nur das Wetter habe mitgespielt, auch die Organisation des Schützenvereins Pelkum habe hervorragend funktioniert. Schon beim Antreten der Vereine auf dem Sportplatz an der Waldorfschule

zeigte sich die detailgenaue Planung. Ob Schilderkinder für die ausmarschierenden Vereine, die weiße

Kutsche für das scheidende Kaiserpaar Wilhelm Hoffmann und Irmgard Petri-Hoffmann oder das Cabriolet

für das amtierende Pelkumer Königspaar Rafael Barton und Silke Herzig-Barton – alles stand bereit. Nach den Grußworten setzte sich der Umzug quer durch den geschmückten Stadtbezirk in Bewegung. Kurz vor dem Bürgeramt Pelkum, wo die festliche Parade stattfand, hatten sich die Böllerschützen des Schützenvereins

Lohauserholz positioniert und sorgten für die klangvolle Untermalung. Da der Platz an der Bürgerhalle

nicht für alle Gäste ausreichte, war das Gelände des Bürgeramtes mit einbezogen worden.

Bei der Proklamation gab es zunächst dankende Worte an das scheidende Kaiserpaar: "Liebe Irmgard, lieber Willi, was ihr in den fünf Jahren geleistet habt, ist unglaublich", sagte Jägermann. Als Dank erhielten

die beiden noch eine besondere Überraschung: Ein Portrait als Ölgemälde, das der Hammer Künstler Patrice

Jacopit gefertigt hat. Anschließend sangen, tanzten und feierten alle Schützen und Gäste bis in den frühen

Morgen. _ pk

12.09.2009

Schützenverein Braam-Ostwennemar 1921 e.V.
Schützenplatz Kreuzkamphalle

Wilhelm Hoffmann mit dem 536 Schuss
Schützenverein 1823 Pelkum e.V.

41. Schuß, Zepter, Jürgen Conrady / Kichspiel Märkischer Schützenverein
106. Schuß, Apfel, Andrea Otto / Schützenbund Westenheide
111. Schuß, Krone, Dirk Matzka / Bürgerschützen Hamm

 

Wilhelm Hoffmann neuer Stadtkaiser

gemeinsam mit seiner Frau Irmgard Petri-Hoffmann regiert er die Hammer Schützen - Pelkum freut sich auf 2014

Wilhelm Hoffmann vom Schützenverein Pelkum ist neuer Stadtkaiser des Stadtverbandes der Hammer Schützenvereine. Der Pelkumer König des Jahres 2008 sicherte sich am Samstagabend gegen 21 Uhr die Kaiserwürde. Vorausgegangen war ein spannendes Schießen, an dem alle Hammer Schützenkönige der vergangenen fünf Jahr teilnehmen durften. Neue Stadtkaiserin ist Irmgard Hoffmann-Petri. "Ich freue mich, dass ich es für mich und meinen Schützenverein geschafft habe", lauteten die ersten Worte des neuen Regenten, während er seine Arme nach oben riss. Sekunden später kamen auch schon die ersten Pelkumer Schützen, um ihren Stadtkaiser um den Hals zu fallen und ihm zu gratulieren. Hunderte von Händen musste der neue Regent schütteln, so groß war die Freude. Während sich die Pelkumer freuten, waren einige der Mitstreiter ein wenig traurig, dass sie es diesmal nicht geschafft hatten, den Vogel von der Stange zu holen, schließlich findet das Stadtkaiserschießen nur alle fünf Jahre statt.
Begonnen hatte das Fest mit einem tollen Festakt an der Erlenbachschule in Braam-Ostwennemar. Hier stand noch einmal das Stadtkaiserpaar Bernd und Regine Degen im Mittelpunkt. "Es ist die Krönung meiner Schützenlaufbahn", freute sich Karl-Heinz Rellecke, Vorsitzender des ausrichtenden Schützenvereins Braam-Ostwennemar 1921. Er eröffnete auch den Reigen der Festansprachen an diesem Tag. "Wir sind der Mittelpunkt im Schützenwesen in Westfalen", schwärmte gar Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, als er den Blick über die rund 2000 angetretenen Schützen aus über 30 Hammer Schützenvereinen schweifen ließ. Auch Thomas Jägermann, Vorsitzender des Stadtverbandes der Hammer Schützenverein freute sich über den Zusammenhalt der Hammer Schützenvereine, der letztlich ein solches Fest erst möglich macht.
Der anschließende Festumzug zur Kreuzkamphalle führte die Schützen dann erst einmal durch die Straßen von Ostwennemar. Immer wieder standen hunderte von Zuschauern an den Straßenrändern, um den Schützen und vor allem den vielen Königspaaren mit ihren Hofstaaten zuzujubeln. Höhepunkt des Festumzuges war die Parade an der Soester Straße.

Die Könige aus Pelkum wollten in diesem Jahr unbedingt den Stadtkaiser aus ihren Reihen stellen. Schließlich ist die Stadtkaiserwürde Voraussetzung für die Ausrichtung des nächsten Stadtkaiserschießens im September 2014. "Wir wollen unbedingt einmal ein solch tolles Fest ausrichten", so die Pelkumer Schützen übereinstimmend.
Zufrieden über das tolle Fest waren aber nicht nur die Pelkumer. Auch Jägermann vom Stadtverband als auch Rellecke vom ausrichtenden Schützenverein freuten sich über die große Resonanz. "Die Schützen aller Vereine haben toll zusammen gefeiert", lautete die übereinstimmende Bilanz. -fk

11.09.2004

Schützenverein Hamm-Nordenfeldmark 1839
Schützenplatz Westbergerweg

Bernd Degen mit dem 462 Schuss
SV Braam Ostwennemar

1. Schuß, Apfel, Marco Behrens / Hamm-Nordenfeldmark 1839
13. Schuß, Krone, Heinz Lensing / Bürgerschützen Hövel 1906
17. Schuß, Zepter, Heike Horstkemper / Schützenbund Westenheide

 

Bernd Degen ist neuer Stadtkaiser

Mehr als 1000 Schützen feierten das alle fünf Jahre stattfindende Ereignis in der Nordenfeldmark; Titelkampf bis nach Einbruch der Dunkelheit — Nächstes Fest richtet Braam-Ostwennemar aus.

Bernd Degen vom Schützenverein Braam-Ostwennemar ist neuer Stadtkaiser. Am Samstagabend holte er um kurz vor 22 Uhr die Reste des Vogels aus dem Kugelfang auf dem Schützenplatz des Schützenvereins Hamm-Nordenfeldmark 1839. Zur Kaiserin erkor er sich Ehefrau Regine. Außergewöhnlich lange dauerte dieses Kaiserschießen: 462 mal mussten die Könige und Königinnen der 30 teilnehmenden Hammer Schützenvereine auf den hölzernen Adler feuern, bis seine Reste zu Boden fielen. Fast fünf Stunden hielt der Holzklotz dem Dauerfeuer der Regenten aus Hamm Stand.
Begonnen hatte das Stadtkaiserschießen mit einem bunten Umzug durch den Hammer Norden. Weit über 1 000 Schützen und Musiker mit ihren grünen, schwarzen oder blauen Uniformen begeisterten die Zuschauer, die sich an den Rändern der Straßen eingefunden hatten.
Dabei hatten die Akteure Glück mit dem Wetter: Während es am Morgen noch in Strömen geregnet hatte und die Verantwortlichen dachten, dass das Fest kaum stattfinden könnte, schien pünktlich zum Antreten die Sonne und bescherte den Teilnehmern ein wahrlich kaiserliches Wetter. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann lobte in seinem kurzen Grußwort vor allem das Engagement des Ausrichters: "Der Schützenverein Nordenfeldmark hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet."
Fast pünktlich wurde um 17.20 Uhr das Ringen um die Kaiserwürde eröffnet. Bereits mit dem ersten Schuss sicherte sich der bis dahin amtierende Stadtkaiser Marco Behrens (Nordenfeldmark 1839) den Reichsapfel. Mit dem 13. Schuss holte der Ehrenvorsitzende des Stadtverbandes der Hammer Schützenvereine, Heinz Lensing, die Krone herunter. Mit dem 17. Schuss eroberte Heike Horstkemper (Schützenbund Westenheide) das Zepter. Der rechte Flügel ging mit dem 55. Schuss an Wolfgang Otto (Schützenbund Herringen-Nord) und der linke Flügel mit dem 169. Schuss an Günther Heger (Schützenverein Pelkum). Wegen der unerwarteten Dauer musste das Schießen mit einbrechender Dunkelheit einmal kurz unterbrochen werden, damit Helfer einen Scheinwerfer aufstellen konnten. Anschließend eiferten die Kaiser-Aspiranten weiter um den begehrten Titel, bis schließlich Bernd Degen den Kugelfang leer fegte.
Begeistert wurde er von den anderen Königen des Stadtverbandes gefeiert. Besonders freuten sich natürlich die Mitglieder seines eigenen Vereins. Der Schützenverein Bramm-Ostwennemar darf nämlich in fünf Jahren das nächste Stadtkaiserschießen rund um die Kreuzkamphalle in Braam-Ostwennemar ausrichten.

Westfälischer Anzeiger 13.09.2004 - fk

11.9.1999

Schützenverein Uentrop Schmehausen 1836
Giesendahlhalle

Marco Behrens mit dem 261. Schuss
Schützenverein Hamm-Nordenfeldmark 1839

2. Schuß, Apfel, Reinhard Wenning / Braam Ostwennemar
21. Schuß, Zepter, Theo Lohmann / Ostenfeldmark
33. Schuß, Krone, Franz Langer / SV Berge 1894

10.9.1994

Kirchspiel Märkischer Schützenverein Mark 1827
Schützenhof

Dr. Heinz Werner Hartfiel mit dem 376. Schuß
Schützenverein Uentrop Schmehausen 1836

Krone: Wolfgang Pusch (Bürgerschützenverein Hövel 1906)
Zepter: Harald Rödel (Allgem. Schützenverein 1954 Ostwennemar)
Apfel: Dieter Bonk (Schützengesellschaft Berge 1894)

16.9.1989

Allgem. Schützenverein 1954 Ostwennemar
Schützenplatz Mennenkamp

Jürgen Brünnemann mit dem 351. Schuß
Kirchspiel Märkischen Schützenverein Mark 1827

Krone: Thomas Jägermann (Handw.SchützV. Heessen)
Zepter: H. Mehringskötter (SchützV. Sandbochum)
Apfel: Dieter Rumpf (Schützenbund Westenheide)

 

Weit mehr als 1.000 Schützen aus 32 Vereinen und rund 250 Musiker traten zu diesem besonderen Schützenereignis auf dem Sportplatz der Erlenbachschule an. Sie zogen anschliessend durch die Straßen von Braam-Ostwennemar. 200 Hofstaatspaare gaben dem Festumzug ein wahrhaft majestätisches Bild. Er endete auf dem "Mennenkamp" in der Nähe des Schützenplatzes mit einer großen Parade vor "Kaiser und Königen". Höhepunkt des "Stadtschützenfestes" war neben dem prachtvollen Ausmarsch - ein wohl noch nie dagewesenes Schützenerlebnis in Braam-Ostwennemar - aber auch das anschließende Kaiserschießen.

Zum ersten Mal stellte jeder Schützenverein fünf Kaiser-Aspiranten, und zwar ihren amtierenden sowie die vier seit dem letzten Kaiserschießen residierenden Schützenkönigen. Nach den Ehrenschüssen durch die Repräsentanten der Stadt entwickelte sich recht bald ein harter und fairer Wettkampf. Aus der großen Schar der amtierenden bzw. ehemaligen Schützenkönige des Stadtgebietes Hamm hatte Jürgen Brünnemann vom Kirchspiel Märkischen Schützenverein Mark das große Glück. Er schoß mit dem 351. Schuß den Vogel ab und wurde zum Stadtkaiser gekrönt. Zur Kaiserin erkor er sich seine Frau Ursula. Der Kaisertitel ging damit zum dritten Mal an einen Schützenkönig aus dem Hammer Osten.Zuvor hatte sich beim 303. Schuß etwas Kurioses ereignet: Dieter Kampmann vom Schützenverein Westtünnen schoß nämlich den Vogel ab. Doch die Kaiserwürde wurde ihm versagt. Einige aufmerksame Schützen hatten nicht vergessen, daß Kampmann 1983 in Westtünnen regiert und damit die geltende Fünf-Jahres-Frist der Teilnahmeberechtigten überschritten hatte. So wurden Resultat und Proklamation annulliert, der Rest des Vogels wieder aufgesetzt und nach 48 weiteren Schüssen mit Jürgen Brünnemann der wahre Kaiser ermittelt. Er hatte 1987 in der Mark regiert.

22.09.1984

Schützenverein Werries von 1922
Schützenplatz Werries und Maximilianpark

Udo Löwen mit dem 169. Schuß
Allgemeiner Schützenverein 1954 Ostwennemar

Krone: Wilfried Wisse (SchützV. Mark)
Zepter: Herbert Bevermann (SchützV. Braam-Ostwennemar)
Apfel: Uwe Stein (Schützenbund Westenheide)

 

Das angesichts des geplanten fünfjährigen Rhythmus für 1986 vorgesehene Stadtkaiserschießen wurde um zwei Jahre vorgezogen und bereits am 22.9.1984 im Rahmen der Landesgartenschau veranstaltet.
Es wurde für die Stadtteile Werries und Braam-Ostwennemar zum besonderen Ereignis. Veranstalter war der Schützenverein Werries, der mit Heinz Möller den amtierenden Stadtkaiser stellte. Dort auf dem Schützenplatz fand unter der Vogelstange ein heißes Ringen um die Kaiserwürde statt.

Mit dem 169. Schuß ging auch diesmal der Kaisertitel wieder an einen Schützenkönig aus dem Stadtbezirk Hamm-Uentrop, ja sogar an den Stadtteil Braam-Ostwennemar. Der treffsichere Schütze hieß Udo Löwen vom Allgemeinen Schützenverein Ostwennemar 1954. Zur Mitregentin wählte er - wie auch zuvor in seinem Verein - seine Lebensgefährtin, Frau Helma Kistowski, geb. Herold.

Am späten Nachmittag ging es in einem bunten Festzug in den Maximilianpark, der Stätte der Landesgartenschau, wo in der "Maxihalle" die Tanz- und Showband "Gottwald Singers" zum Kaiserball aufspielte.

12.9.1981

Schützenbund Westenheide 1927
Drees Tannenwald

Heinz Möller mit dem 283. Schuß
Schützenverein Werries 1922

Krone: Theo Übing (SchützV. Wiescherhöfen-Lohauserholz)
Zepter: Alfons Wetter (St. Hubertus Süddinker)
Apfel: Friedr.-Wilh. Pannock (Schützenverein Schmehausen)

5.9.1976

SchützV. Westenfeldmark 1879
Westenschützenhof

Gerd Seipke mit dem 186. Schuß
Schützenbund Westenheide 1927

Krone: Gerd Seipke (SchützV. Westenheide)
Zepter: Bernh. Langerbein (Bürger-Schützen Bockum)
Apfel: Willi Möller (Handw. SV Heessen 1910)

 

Im Rahmen der 750-Jahr-Feier der Stadt Hamm wurde am 6.9.1976 ein großes Stadt-Schützenfest veranstaltet. Erster Höhepunkt dieses Festes war das Schießen der Könige des Jahres 1976 um die Stadtkaiserwürde, das im Westenschützenhof ausgetragen wurde. Sieger wurde Gerd Seipke vom Schützenbund Hamm Westenheide, der sich gegen 30 Mitbewerber erfolgreich behaupten konnte.

Tags darauf marschierten die Schützen vom Neumarkt zu den Zentral-hallen. Oberbürgermeister Dr. Günter Rinsche, der in den Zentralhallen die Proklamation des ersten Stadtkaisers vornahm, sprach von einem "historischen Augenblick" und bezeichnete die Schützen als "Baumeister einer Brücke zwischen Tradition und Zukunft". Er gab sogleich der Hoffnung Ausdruck, dass das Kaiserschießen fortan Tradition werden möge in Hamm.